Naturheilkunde für Katze, Hund und Co.
Immer mehr Tierbesitzer müssen sich mit chronischen Krankheiten ihrer Vierbeiner beschäftigen - und lernen häufig die Nebenwirkungen und Grenzen der Schulmedizin kennen. Die Naturheilkunde kann hier eine Alternative sein.
Alternativen zur konventionellen Veterinärmedizin
Im Kommen sind daher Alternativen zur konventionellen Veterinärmedizin. Die meisten Naturheilverfahren, die bei uns Menschen angewendet werden, wie Homöopathie, Akupunktur, Reiki, Magnetfeld, Aroma- oder Bachblütentherapie lassen sich auch auf Tiere übertragen. Sowohl auf so genannte Nutztiere, wie auch auf mehr oder weniger verwöhnte tierische Hausgenossen.
Homöopathische Globuli für Bandscheibenvorfälle bei Hunden, Akupunkturnadeln für gestresste Katzen, Kräuter für den heiseren Piepmatz und ein Wickel für das Geschwür beim Meerschweinchen - die Naturheilkunde hält auch für die Erkrankungen unserer Haustiere passende Rezepte bereit. Voraussetzung für den Einsatz ist, dass der Therapeut gut ausgebildet ist.
Ganzheitlicher Ansatz
Den meisten Naturheilverfahren - vor allem der Homöopathie - geht es um einen ganzheitlichen Ansatz. Körper und Psyche der Tiere werden berücksichtigt. Ziel ist nicht die Beseitigung von Symptomen, sondern die tatsächliche Heilung.
Grenzen haben die Naturheilverfahren dort, wo der Organismus nicht mehr reaktionsfähig ist, wo das Wissen der Praktizierenden nicht ausreicht, ein chirurgischer Eingriff oder Impfungen nötig sind.
Akupunktur
Die Akupunktur ist eine der ältesten Therapieformen, die bereits vor über 5.000 Jahren in China angewandt wurde. Sie basiert auf dem Gleichgewicht von Yin und Yang und sorgt mit kleinen Nadeln, die in bestimmte Punkte gesetzt werden und dort einen Reiz ausüben, für den ungestörten Energiefluss. Die Akupunktur-Punkte auf den diversen Meridianen sind bestimmten Organen zugeordnet.
Neben den Nadeln gibt es auch Laser-Akupunktur, Akupressur (behandeln mit Fingerdruck) und Injektionen in die Akupunktur-Punkte (Neuraltherapie) sowie die kostspielige permanente Goldnadelakupunktur. Die Methode kann nur von Fachleuten angewandt werden.
Bachblütentherapie
Die Bachblütentherapie wurde um 1930 von dem englischen Arzt Dr. Erward Bach entwickelt. 37 Blütenessenzen, ein Quellwasser und unterschiedliche Mischungen, wie Notfalltropfen, hat er zum Heilen nutzbar gemacht. Die Blüten werden beim Menschen nach bestimmten Seelen- und Gemütszuständen verordnet, d.h. die Psyche hat Vorrang vor den körperlichen Symptomen.
Exakte Beschreibungen der den jeweiligen Blüten entsprechenden Gemütszustände lassen sich mit etwas Phantasie und guter Beobachtungsgabe auch auf Tiere übertragen. Der Einsatz von Bachblüten kann auch von Laien verantwortet werden.
Homöopathie
Homöopathie ist eine von Samuel Hahnemann (1755 - 1843) entdeckte Heilmethode. Aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Substanzen oder Krankheitserregern und Medikamenten werden durch Lösung in Alkohol und Dynamisierung durch Verschüttelung Heilmittel hergestellt, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip wirken. Ein Stoff, der pur beim Gesunden ein bestimmtes Krankheitsbild hervorrufen kann, soll in der potenzierten Form genau diese Krankheit heilen.
Die Homöopathie arbeitet mit energetischer Information, nicht mit Materie. Tiere werden nach den vorhandenen Repertorien und Arzneimittelbildern für Menschen therapiert. Je besser der homöopathiekundige Behandler die „Äußerungen“ der tierischen Patienten übersetzen kann, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das passende Mittel zu finden. Homöopathie erfasst das ganze Wesen des Patienten, beispielsweise nicht nur den epileptischen Anfall mit seinem Erscheinungsbild, sondern dazu den ganzen Hund mit seinen Charakter- und Körpereigenschaften.
Rund um die klassische Homöopathie, die mit Einzelmitteln und zumeist höheren Potenzen (Verdünnungen) arbeitet, gibt es die Biochemie mit den Schüssler´schen Salzen und die Möglichkeit, organspezifisch zusammengestellte Komplexmittel (mehrere homöopathische Mittel zusammen) einzusetzen.
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