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Alt 02.01.2005, 16:19   #1 (permalink)
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Benutzerbild von Laika80
 
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Standard Wissenswertes über Vogelspinnen

Der berühmte Naturforscherin Sybille Merian bereiste 1699 Surinam,
eine Region im Nordosten Südamerikas.
Sie zeichnete bei einer ihrer vielein Exkursionen eine Spinne, die auf einem Ast sitzend einen Vogel frißt. Nach diesem Motiv erhielt die Spinne den lateinischen Namen Arenea avicularia = auf deutsch Vogelspinne.
Im amerikanischen Raum werden die Vogelspinnen Tarantulas genannt, obwohl sie in keiner näheren verwandtschaftlichen Beziehung zu den Taranteln, einer weiteren Spinnengruppe, stehen. In Afrika heißen Vogelspinnen Baboon Spiders über setzt Pavian Spinnen, weil sie teilweise wie diese Affen klettern können.



Zoologische Systematik

Vogelspinnen gehören wie Insekten zu den wirbellosen Tieren.
In der Systematik zählen zu den Vogelspinnen alle Angehörigen der Familie der Theraphosidae, die zur Unterordnung der Mygalomorphae oder Vogelspinnenartigen gehören. Alle zusammen zählen sie zur Ordnung der Echten spinnen oder Webspinnen (Araneae), die wiederum zum Stamm der Gliederfüßer gehören. Die Familie der Vogelspinnen teilt sich noch in verschiedene Unterfamilien auf.



Lebensräume der Vogelspinnen

Vogelspinnen haben die unterschiedlichsten Lebensräume für sich erschlossen,
den tropischen Regenwald genauso wie Steppen und wüstengebiete.

Baumbewohner
Es gibt Arten die in beziehungsweise auf Bäumen leben.
Diese Baumbewohnesden Vogelspinnen siedeln sich meist in Astlöchern, zwischen Blättern oder im nicht mit Wasser gefüllten Teil von Bromelientrichtern an, wie zum Beispiel Avicularia minatrix.

Bodenbewohner
Es gibt sowohl Arten, die auf dem Boden als auch solche die im Boden leben.
Bodenbewohnende Vogelspinnen siedeln sich beispielsweise unter Fallaub oder in alten Nagetierbauen an. Viele Bodenbewohner können durch die Kraft ihrer Kieferklauen (chelizeren) selbst Wohnröhren graben.

wo kommen Vogelspinnen vor?
Vogelspinnen findet man in den subtropischen und tropischen Klimazonen Asiens, Europas, Afrikas, Amerikas und Australiens. In Europa sind sie bis nach Portugal und Spanien vorgedrungen. Die größten bisher bekannten europäischen Vogelspinnen leben auf Zypern. Weibchen dieser Gattung können Körperlängen von vier Zentimetern erreichen.


Lebensweise der Vogelspinnen
Vogelspinnen werden erst mit Beginn der Dämmerung und nachts aktiv,
wenn sie auf Beutefang gehen. Sie gehören nicht zu den Spinnenarten die Fangennetze bauen, sondern sind Lauerjäger, die sich von den Beutetieren ernähren, die an ihrem Unterschlupf vorbeikommen. Ihre Beute besteht überwiegend aus Insekten, größere Vogelspinnen ernähren sich aber auch von kleineren Wirbeltieren wie Mäusen , Vögeln und Eidechsen. Die meiste Zeit halten sich Vogelspinnen innerhalb ihres Unterschlupfes auf. Ihre ruhige Lebensweise wird lediglich durch den Beutefang, die Paarungen und dem Kokonbau unterbrochen.


Sind Vogelspinnen giftig?
Es gibt keine gefährlichen Vogelspinnen im sinne einer Vergiftungsgefahr für den Menschen. Das Gift dieser Spinnengruppe reicht lediglich zum Töten kleiner Wirbeltiere zum Beispiel von Mäusen. Wird ein Mensch von einer Vogelspinne gebissen, so besteht für ihn eher die Gefahr einer Blutvergiftung durch Bakterien, die von den Beißwerkzeugen ( Chelizeren) übertragen werden. Der Biß einer Vogelspinne ist allerdings äußerst schmerzhaft. Und bei Allergikern könnte er einen lebensgefährlichen Schock auslösen.
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Alt 03.01.2005, 11:44   #2 (permalink)
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Standard Brennhaare zure Verteidigung der Vogelspinnen

Eine Untergruppe der Vogelspinnen sind die sog. Bombardierspinnen. Diese Arten haben sog. Brennhaare am Abdomen(Hinterleib) welche sie bei Gefahr mit den Hinterbeinen gegen den Gegner schleudern. Diese Brennhaare sind den Brennesselhaaren ähnlich. Sie brechen bei Berührung ab und sondern dann eine brennende Flüssigkeit ab.
Das ist zur Verteidigung gegen Säugetiere gedacht, wenn man diese Härchenwolke einatmet, ist sie besonders wirksam.
Aber auch die Berührung auf der Haut, z.B an den Armen ist schon nicht angenehm, aber nicht gefährlich. Allerdings hält die Wirkung (meist rote, juckende Pusteln) mehrere Tage an.

Manche dieser Bombardierspinnen kleiden auch das Netz ihrer Wohnhöhle mit diesen Haaren aus. Wenn man z.B. ein altes Terrarium räumt, dann kann auch diese Tätigkeit mit Pustelbildung einhergehen

Die meisten Bombardierspinnen sind bekannte Arten, wie z.B die Brachypelmas, oder auch die Theraphosa leblondi. Man kann sie gut an den kahlen Stellen am Abdomen erkennen.
__________________
Mfg
Caro
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