Der Stall
Ein Offenstall sollte mindestens zwei Ausgänge haben. Neben dem Sicherheitsaspekt - kein Pferd kann in die Ecke getrieben werden - hat es praktische Vorteile, so viele Türöffnungen wie Pferde zu haben: mit einfachsten Mitteln können Sie nun aus einem länglichen Offenstall stundenweise einen Boxenstall machen, in dem Pferde zum Fressen oder zur Ruhigstellung bei Krankheit aufgestallt werden können. Dazu reichen eingehängte Stangen oder in Schienen geschobene Bretter. Bei unterschiedlich zusammengestellten Herden kann nur durch zeitweilige Trennung individuell richtig gefüttert werden.
Ordnen Sie die Ausgänge möglichst weit voneinander entfernt an, etwa an den Außenwänden einer Stall-Längsseite. Zwei Ausgänge an einer Schmalseite können leicht von einem ranghohen Tier beherrscht werden.
Der Stall sollte hoch genug sein (manchmal ein Problem bei umgenutzten Altgebäuden) und so groß, dass auch rangniedere Tiere es bei schlechtem Wetter wagen können, sich zu den Chefs ins Trockene zu stellen. Raumteiler helfen den Unterlegenen, aber sie dürfen ihnen niemals im Weg stehen, falls sie schnell das Weite suchen müssen!
Alle vorspringenden Einrichtungen sind zu vermeiden. Wollen Sie Tröge anbringen, sollten Sie möglichst Ecktröge wählen und auch die Halterungen für Salzlecksteine in einer Ecke anschrauben. Es gibt Eimerhalter, die sich wegklappen lassen, wenn sie nicht gebraucht werden. Pferde, die ausweichen müssen, sind manchmal sehr in Eile und können sich leicht verletzen.
Quelle:
www.offenstallhaltung.net