Komplizierte Frage, Pferd tot :-(
Im Sommer kam ein junges Mädchen zu uns in den Stall, mit einem ausgemusterten Springpferd (15 Jahre alt) welches ihr der Vorbesitzer geschenkt hatte.
Sie hatte ihn als Freizeitpferd, und hat viel Unterricht genommen etc., hat sich unheimlich um ihr Pferd gekümmert, war überglücklich, hat viel gelernt und viel Spass gehabt, und das Pferd war sichtbar zufrieden und gesund.
Vor 3 Wochen bekam das Pferd die erste Kolik, welches es gut überstand. Dann vor 14 Tagen eine weitere, dann 2 Tage später noch eine, am Montag kam es in die Klinik, Not-OP. Donnerstag ging es ihm wieder dreckig, noch ne OP, Samstag (gestern) wurde er eingeschläfert.
Es stellt sich jetzt heraus daß der ehemalige Besitzer gemeint hat, daß das Pferd schon immer zu Kolik geneigt hatte und im Winter öfter welche hatte. Dies hatte er aber wohl dem Mädchen, welcher er das Pferd geschenkt hat, nicht gesagt.
Dieses Mädchen ist 16 Jahre alt und finanziert ihr Pferd auf eigenen Wunsch selbst, neben der Schule, was ich echt bewundernswert finde.
Ausser daß es natürlich unheimlich schade um das Pferd ist, und es mir für das Mädchen wahnsinnig leid tut, ist da jetzt diese Wahnsinnsrechnung von Tierarzt und Klinik, die jetzt auf sie zukommt.
Mein "Rechtsgefühl", oder sagen wir mal lieber mein "Sinn für Gerechtigkeit" sagt mir, daß der vorherige Besitzer dem Mädchen hätte sagen sollen, daß es ein Kolik-anfälliges Pferd bekommt, mit dem dazugehörenden Stress und nicht unerheblichen Kosten.
Meine instinktive Raktion war, daß sich der Vorbesitzer an diesen Kosten beteiligen sollte, aber das ist vermutlcih Quatsch, oder was meint ihr???
Dori
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