Wir haben einen Tibetterrier. Er ist 2 Jahre alt. Wir haben ihn mit 10 Wochen bekommen.
Vor ca. 1/2 Jahr, seit er läufige Hündinnen entdeckt hat, pinkelt er, sobald er alleine ist
in die Wohnung. Dies passiert auch, selbst wenn er gerade vorher noch spazieren war.
Er ist seit 5 Wochen kastriert, da die Tierärztin meinte, dann würde sich das Verhalten
normalisieren. Aber nichts hat sich getan.
Hat irgendjemand Erfahrungen oder Ähnliches erlebt?
Oder müssen wir von vorne anfangen, wie bei einem Welpen?
Es kann schon noch ein Weilchen dauern, bis sich der Hormonhaushalt deines Hundes auch wieder umgestellt hat! Es ist ja in Bezug auf die Hormone doch schon ein gewaltiger Eingriff!
Wenn du dir unsicher bist, rufe einfach deinen Tierarzt an und frage ihn! Oder besser du nimmst deinen Hund und fährst mit ihm hin!
Vielen Dank für deinen Tip. Wir haben uns entschlossen unserem Hund noch
5 Wochen Zeit zu gewähren wg. den Hormonen. Sollte es in 5 Wochen nicht
deutlich besser geworden sein, werden wir einen zweiten Tierarzt aufsuchen
um eine zweite Meinung zu hören.
Bin mal gespannt, ob es wirklich nur daran gelegen hat, oder ob noch ein anderes
Problem vorliegt. Aber eins gibt uns Hoffnung: In den letzten Tagen hat er
nicht mehr ins Haus gepinkelt. Ok, er war nie lange allein: Aber trotzdem :-))
Ein Hoffnungsschimmer :-)))))
... Die einfachste Übung ist halt die Step-by-Step-Methode, indem Du einfach erstmal nur 1x ums Haus gehst und dann zurückkehrst, bevor der Hund sein geschäft erledigen konnte.... Danach 2 Runden oder 10min. und dann immer länger...
Jede Runde ohne Zwischenfälle wird mit einem kleinen hundekeks, aber ohne grosse aufmerksamkeit belohnt. Ich denke, der Hund sollte eine gewisse Gleichgültigkeit und kein besonderes Tatütataa von seinen Herrchens empfangen, um die eigene leistung nicht überzubewerten.
Das Gepinkel bewerte ich als Unsicherheit, weniger als Protesthandlung.
Vielleicht kannst Du auch mal probieren, dem Hund ein radiogerät mit einer Stimme zurückzulassen?
Herzlichst
Anja
__________________
Das Motto des Sommers 2005
"Frauchen-sucht-Herrchen.de"...
#1 Portal für tierliebe Singles
Hallo Anja,
vielen Dank erstmal für Deine Tipps.
Mit dem Step by step versuchen wir es gerade.
Das Kuriose daran ist: In den letzten Tagen mußte er einmal 2 Stunde alleine bleiben.
Wir kamen nach Hause, er hatte nichts gemacht. Ok, dann haben wir ein riesen
Tamtam gemacht (vielleicht wirklich ein Fehler). Am nächsten Tag war er nur 10 min alleine
... er hatte gepinkelt.
Aber wir freuen uns ja schon über kleine Erfolge. Wenn er einige Tage nicht gemacht hat,
ist er vielleicht schon auf dem richtigen Weg.
Wir werden auf jeden Fall in den nächsten Tagen Deine Ratschläge ausprobieren.
also ich kenne auch das es sogar sehr lange dauern kann bis die aufhören aber das mit dem ums haus gehen ist ganz gut. Und wenn es nach nem jahr nicht aufgehört hat oder vorer dann würd ich den arzt fragen
ich möchte gern kurz noch eine persönliche Meinung zur Kastration eines Hundes loswerden:
Viele Leute, aber auch Tierärzte empfehlen einfach mal eine kastration, weil irgendetwas im Verhalten des Rüden auffällig ist. Ich finde, dieser Schritt ist doch ein gewaltiger einschnitt im Leben eines Hundes... das sollte wirklich sehr gut überlegt sein, denn es läßt sich ja nicht rückgängig machen. Was wir menschen ja nicht nachempfinden können, ist das Super-Geruchsorgan des Hundes. nach der K. wird sich Vieles verändern, vor allem aber der Eigengeruch des Hundes, der ja auch stark von Hormonen und anderen - für uns nicht riechbaren - Geruchsstoffen bestimmt ist. Ein Rüde definiert sich selbst über seinen geruch und nach der K. verliert er viel an Selbstbewußtsein. Zudem reagieren andere Hunde auf dezente weise, die allerdings für den Rüden sehr verletzend sein können (Weibchen lehnen ihn ab, Rüden greifen auch an... er wird in der Rangordnung nach huinten durchgereicht).
Ich finde, bevor wir Menschen einfach dermaßen fundamental an der Persönlichkeit eines Tieres herumoperieren, sollten wir wirklich 100x nachdenken, ob wirklich ein Grund vorliegt.
Nun, lieber Neo, bei Euch ist es nun schon geschehen ... und es hat ja offensichtlich nix am Pinkeln geändert. Ich möchte Dich nicht verunsichern - ich wollte nur meine Grundsatzhaltung mal loswerden.
--------------
Betreffend Eures Terriers denke ich, daß dieses Phänomen vielleicht an etwas ganz anderem liegt, denn das Pinkeln ist ja vielleicht eine Art unkontrollierte Entspannung des Schließmuskulatur, die auch uns menschen im Schlaf passieren kann... Es kann ja andererseits auch sein, daß irgendetwas im Haus so irritierend riecht, daß der Hund dagegen seine eigene Spur setzen muss... Möglichkeiten gibt es viele.
WO pinkelt er denn regelmäßig hin? ist es immer dieselbe stelle? ist es am Boden (dann ist es eher Lösen) oder an einem Stuhlbein bzw. eine höheren Gegenstand (dann wohl eher echtes Markieren)..?
Servus
Anja
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ich möchte gern kurz noch eine persönliche Meinung zur Kastration eines Hundes loswerden:
Viele Leute, aber auch Tierärzte empfehlen einfach mal eine kastration, weil irgendetwas im Verhalten des Rüden auffällig ist. Ich finde, dieser Schritt ist doch ein gewaltiger einschnitt im Leben eines Hundes... das sollte wirklich sehr gut überlegt sein, denn es läßt sich ja nicht rückgängig machen. Was wir menschen ja nicht nachempfinden können, ist das Super-Geruchsorgan des Hundes. nach der K. wird sich Vieles verändern, vor allem aber der Eigengeruch des Hundes, der ja auch stark von Hormonen und anderen - für uns nicht riechbaren - Geruchsstoffen bestimmt ist. Ein Rüde definiert sich selbst über seinen geruch und nach der K. verliert er viel an Selbstbewußtsein. Zudem reagieren andere Hunde auf dezente weise, die allerdings für den Rüden sehr verletzend sein können (Weibchen lehnen ihn ab, Rüden greifen auch an... er wird in der Rangordnung nach huinten durchgereicht).
Ich finde, bevor wir Menschen einfach dermaßen fundamental an der Persönlichkeit eines Tieres herumoperieren, sollten wir wirklich 100x nachdenken, ob wirklich ein Grund vorliegt.
Nun, lieber Neo, bei Euch ist es nun schon geschehen ... und es hat ja offensichtlich nix am Pinkeln geändert. Ich möchte Dich nicht verunsichern - ich wollte nur meine Grundsatzhaltung mal loswerden.
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Betreffend Eures Terriers denke ich, daß dieses Phänomen vielleicht an etwas ganz anderem liegt, denn das Pinkeln ist ja vielleicht eine Art unkontrollierte Entspannung des Schließmuskulatur, die auch uns menschen im Schlaf passieren kann... Es kann ja andererseits auch sein, daß irgendetwas im Haus so irritierend riecht, daß der Hund dagegen seine eigene Spur setzen muss... Möglichkeiten gibt es viele.
WO pinkelt er denn regelmäßig hin? ist es immer dieselbe stelle? ist es am Boden (dann ist es eher Lösen) oder an einem Stuhlbein bzw. eine höheren Gegenstand (dann wohl eher echtes Markieren)..?
Servus
Anja
Grüß Dich, Anja
Erstmal: Wir haben uns die Endscheidung der Kastration sehr schwer gemacht.
2-3mal haben wir auch zur Tierärztin gesagt, daß er auf keinen Fall kastriert wird.
Aber wenn alles versaut wird, irgendwann hat man auch einen dicken Hals, wenn nichts
mehr hilft, dann sagt man sich, da muss man durch.
Er hat auch alles gut überstanden und ist genauso selbstbewußt wie vorher.
Wir haben unseren Teppich, wo er immer pinkelt, von oben und unter mit Plastik
aus- und unterlegt.
Das Kuriose ist ja auch: Nachts muß er ja auch nicht. Er hält ja von abends 22 bis morgens
ca 8 Uhr aus. Komisch ist nur: Wenn er morgens alleine ist, macht er nichts mehr.
Wenn er nachmittags alleine ist, pinkelt er los. (Egal ob wir vorher mit ihm spazieren waren oder nicht)
Aber wir reagieren gar nicht mehr auf sein gepinkelt, nehmen das als gegeben hin,
und hoffen, er wird es irgendwann lassen, wenn er merkt er kommt nicht durch.
Augenblicklich haben wir einen zweiten Hund in Pflege, was ihn aber auch dann nicht
abhält zu pinkelt, obwohl er nicht alleine ist.
Aber, wie gesagt, wir werden es abwarten und packen unseren Teppich weiter ein
:-))
Trotzdem vielen Dank für Deine Hilfe, hat mich mega gefreut.