Katzenernährung
Um für das leibliche Wohl der Katze zu sorgen, ist der Aufwand nicht besonders groß. Das im Handel erhältliche Dosenfutter enthält alle wichtigen Nährstoffe, die Ihre Katze benötigt. Die Versorgung einer jungen Katze ist zeitaufwändiger als die einer ausgewachsenen. Eine Katze bis zu 6 Monaten braucht mehrere frische Mahlzeiten am Tag. Futter auf Vorrat zur Selbstbedienung darf dem Tier nicht angeboten werden. Die Gründe dafür sind einmal, dass Futter leicht säuert, wenn es längere Zeit steht. Das bekommt der Katze nicht und sie kann leicht daran erkranken. Zum anderen wird die Katze zum "Fresser" erzogen, was sie mit Fettleibigkeit und verkürzter Lebensdauer bezahlen müsste. Falsche und einseitige Ernährung führt bei Katzen nicht nur zu Verdauungsproblemen, sondern oft zu schwerwiegenden Erkrankungen.
Hier die 10 wichtigsten Regeln für eine gesunde Katzenmahlzeit:
1. Ausschließliche Fleischfütterung ist falsch. Im kurzen Darmtrakt der Katze muss das Futter schnell und leicht aufgeschlossen werden. Wer seine Katze daher individuell ernähren möchte, sollte zur Fleischmahlzeit stets einen festgelegten Anteil an Ballaststoffen wie Getreide, Reis, Haferflocken (nur gekocht) und Gemüse (keine Hülsenfrüchte) zusetzen, um die Verdauung anzuregen. Da Fleisch allein den Kalziumbedarf nicht decken kann, sollten Sie diese Punkte beachten.
2. Einfacher geht es mit Fertigfutter. Das im Handel erhältliche Dosenfutter enthält alle wichtigen Nährstoffe und ist als Alleinfutter ausreichend. Mit Trockenfutter sollten Sie nur sparsam umgehen und dieses nicht als Alleinfutter verwenden, denn es enthält die dreifache Kalorienmenge wie Dosenfutter. Sie sollten darauf achten, dass reichlich frisches Trinkwasser zur Verfügung steht, da das Trockenfutter dem Körper viel Flüssigkeit entzieht. Da es von besonderer Bedeutung ist, dass die Katze das Wasser auch aufnimmt, sollte man den Wasserkonsum des Tieres kontrollieren.
3. Kühlschrankfutter gehört nicht in den Napf Füttern Sie nie zu heißes oder zu kaltes Futter; was aus dem Kühlschrank kommt, ist für die Katze zu kalt. Zimmertemperatur ist richtig!
4. Füttern Sie zu festen Zeiten Zur gesunden Ernährung gehört die geregelte Mahlzeit. Erwachsene Katzen füttert man zweimal am Tag, z. B. morgens und abends.
5. Nahrungsmenge Zur Gesunderhaltung der Katze gehört ebenfalls, dass sie nicht überfüttert wird. Sie sollte muskulös und nicht fett sein. Sie können bei einer ausgewachsenen Katze von ca. 200 Gramm Dosenfutter pro Tag ausgehen. Jungtiere benötigen mehrmals täglich kleinere Mahlzeiten: - bis 3. Monat 4 x täglich - bis 6. Monat 3 x täglich füttern.
6. Halt bei Essensresten! Essensreste sind für die Katze zu stark gewürzt, zu schwer verdaulich und in aller Regel unbekömmlich.
7. Rohes Fleisch kann tödlich sein! Fleisch und Innereien vom Schwein sowie Innereien, Schlund und Kopffleisch vom Rind müssen gekocht werden, um das gefährliche "Aujeszky-Virus" abzutöten. Dieses Virus verursacht eine in jedem Fall tödlich verlaufende Erkrankung - Impfungen dagegen gibt es nicht! Rohes Geflügelfleisch birgt Salmonellengefahr und ob trotz der anhaltenden BSE-Diskussion Rindfleisch im Napf landet, sollte jeder Katzenhalter für sich selbst entscheiden.
8. Katzen brauchen keine Milch Milch ist Nahrung und kein Getränk. Kuhmilch enthält Milchzucker, der vom Katzenorganismus nur schwer abgebaut wird. Folgeerscheinung: Durchfall! Sollte Ihre Katze jedoch Milch vertragen, so verdünnen Sie diese mit Wasser. Milch als alleiniges Futtermittel ist keinesfalls ausreichend. Wichtig ist, dass Ihre Katze täglich frisches Wasser bekommt.
9. Ausschließlich Leber macht krank Viele Katzen lieben Leber. Doch zu viel davon führt zur Vitamin A-Vergiftung mit Lähmungserscheinungen, Gelenkstarre und Knochenwucherungen. Leber gehört daher allenfalls einmal wöchentlich auf den Speiseplan.
10. Ungekochter Fisch zerstört die Vitamine Für Katzen ist das Vitamin B 1 lebenswichtig. Ungekochter Fisch enthält einen Stoff, der das Vitamin B 1 zerstört. Deshalb sollte Fisch vor dem Verfüttern stets abgekocht werden. Wenn Ihre Katze einmal einen Tag nicht frisst, sie aber einen gesunden Eindruck macht, ist das nicht schlimm. Es ist aber wichtig, dass sie Wasser zu sich nimmt. Sollte sie aber 2 bis 3 Tage keine Nahrung zu sich nehmen, auffällig schlapp und apathisch sein und nicht mehr spielen, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen!
Quellenangabe:
www.tierheim-muenster.de