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Alt 22.02.2006, 16:52   #1 (permalink)
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Hallo!
Ich wende mich ein wenig verzweifelt an Euch, denn wir haben eine 3 Jährige Mischlingshündin (Pudel/Shelty Collie) bei der wir kurz vorm Weggeben sind. Der Grund dafür ist Gemiefer, oder Gejaule und überreaktion bei Treffen von Bekannten. Sobald wir einen Nachbarn treffen, wird gebellt und getänzelt. Das ist ja nun OK, doch wenn man "Schluß" sagt, sollte Ruhe sein. Ist aber häufig nicht. Auch bei Besuch geht`s nur ab, dann wir gebellt und gejault und getänzelt. Auch hier wird auf den Befehl "Schluß" nicht reagiert. Dazu kommt dann das gemiefer, sobald ein Schlüssel rappelt wird gemiefert ohne Pause, häufig geht aus auch mitten in der Nacht los, lautes Gemiefer. Irgendwann steh ich dann auf und sperr den Hund mit Maulkorb in eine kleine Gitterbox im Keller.
Wer kann uns helfen? Wir wollen unseren Hund nicht in der Gitterbox mit Maulkorb haben, aber Gemiefer in der Nacht geht auch nicht. Und weiß jemand wie wir dieses übertriebene Verhalten unterbinden? Wir würden den Hund nur ungern her geben, aber auf Dauer gehts so nicht weiter.....
TS75 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2006, 18:09   #2 (permalink)
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Villeicht braucht der Hund einfach mehr aufmerksamkeit und will sich so bemerkbar machen!!!Und ich verstehe ja das, dass nicht toll ist das der Hund mitten in der Nacht rum mieft aber wenn du ein Kind hättest (oder hast) würdest du es doch auch nicht nur weil es weint den Mund zu kleben und in eine Gitterbox in den Keller stellen oder??
Wenn der Hund das nächste mal mieft (in der Nacht) würde ich ihn mit ins Bett nehmen und trösten den Tiere brauchen das auch!! Villeicht könntest du ja auch an einen 2 Hund denken!

Viel Glück noch hoffe ich habe dir geholfen!
__________________
lg.Röllchen

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rolly129 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2006, 18:30   #3 (permalink)
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Also ich denke auch, daß der Hund Dir irgendetwas damit klar machen will. Vielleicht hast Du einen besonders liebebedürftigen oder ängstlichen Hund. Kann aber auch sein, wenn er sich bei Besuch so freut, daß er besonders freundlich ist, oder er über jede Abwechslung dankbar ist. Hunde sind genauso unterschiedlich wie Menschen, der eine so, der andere so.
Versuch doch mal, den Hund draußen so auszulasten, daß er entweden das hat, was er will oder nachts zu müde ist und einfach durchschläft. Wenn du den Hund aber nicht mit ins Bett nehmen willst, stehe auf und kuschel einen Augenblick mit ihm, bis er sich beruhigt hat. Mit Wegsperren erreichst Du gar nichts oder das Gegenteil. Versuche rauszubekommen warum er das macht und gehe auf ihn ein. Wie soll er sich Dir denn sonst mitteilen? Hunde kann man wirklich mit Kindern vergleichen, die noch nicht oder kaum sprechen.
Hina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2006, 07:23   #4 (permalink)
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Hallo und Dankeschön für die Tips.
Aber wirklich helfen werden sie mir nicht, denn ich gebe zu, daß es erstaunliche Parallelen zwischen kleinen Kindern und Hunden gibt, aber trotzdem ist ein Kind ein Kind und ein Hund ein Tier. Will heissen, ein Wolfsrudel verhält sich doch ein bisschen anders als eine Menschenfamilie.
Ins Bett werde ich den Hund nicht lassen. Ich möchte nicht, dass ausser mir und meiner Frau noch ein paar wild gewordene Zecken unter der Decke hausen. Oder dass ein Rudel Flöhe auf meinem Bauch Tango tanzt. Ich halte den Hund, bzw. Emma so heisst sie, ja sauber aber sie strolcht halt doch im Sommer unter Büschen etc. rum und ich bade sie ja nicht täglich. Sie isst ja auch nicht vom Tisch und geht nicht auf unser Klo, sie ist halt ein Hund. Sie hat dafür ihr eigenes Bett (Körbchen), aber es ist nicht gut genug. Ich bin ja kein Unmensch, auch wir haben anfangs gedacht sie hätte Angst, oder müsse dringend raus. Nix da, sie will nur Ihren Willen, nämlich nachts mit ins Bett, oder wenn Besuch kommt die volle Aufmerksamkeit. Ich glaube sie denkt, alles dreht sich nur um sie, warum sonst sollten wir Besuch kriegen?
Wir haben auch nicht von Anfang an diese Box. Wir haben zu Anfang auch versucht es freundlich zu lösen,sie zu desensibilisieren, sie durfte sogar Zeitweise direkt vorm Schlafzimmer schlafen, damit sie uns hört und sich nicht alleine fühlt und Angst hat. Hat nix geändert, nur das gemiefer war lauter.So ist es auch, wenn man versucht sie dann zu trösten, sie steigert sich weiter rein.
Und auch wir dachten, daß ihr Aufmerksamkeit fehlt, aber je mehr Aufmerksamkeit man ihr zukommen lässt, umso so mehr fordert sie ein. Es reicht Ihr nie! Sie hört nicht auf, nachdem sie gestreichelt wurde, sie läuft nach und will mehr. Und wenn sie´s nicht kriegt wird gemiefert.
Wir versuchen auch, sie zu beschäftigen indem wir täglich ca. 1-2Stunden mit ihr spazieren gehen aber ändern tut das nix. Spielen tut sie nicht gern, also Stöckchen werfen fällt aus, weil ich dann mehr aportier als sie...
Ich sag ja, wir haben vieles Probiert und wissen nicht mehr weiter, wir wissen dass die Gitterbox mit Maulkorb nicht schön ist und wir gehen nervlich langsam zu Grunde. Zumal wir jetzt auch ein Baby von 6Monaten haben. Aber gleich mal vorweg der Hund war schon vor dem Baby so. Deswegen schreib ich ja, ich weiss nicht mehr was wir noch machen können. Irgendwann ist es soweit dass wir sie weg geben und das wäre schade. Denn eigentlich mögen wir sie ja.
TS75 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2006, 09:44   #5 (permalink)
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Hallo

Für mich hört sich das an als ob euer Hund gelernt hat mit fiepsen und winseln bekomme ich Aufmerksamkeit. Ignoriert sie doch wenn sie Krach macht. Also entweder umdrehen wenn sie vor euch steht oder sie einfach nicht anschauen nicht ansprechen sodern für euch ist sie in dem Moment Luft. Hunde mögen so etwas überhaupt nicht. Es wird am Anfang sicher dazu führen das sie vermehrt fibt und jault, weil sie damit bisher Erfolg hatte, aber irgendwann wird sie mal ruhig sein und dann wird sie beachtet.
Gleichzeitig würde ich sie kopfmäßig auslasten, also Suchspiele oder Geschicklichkeitsspiele. Da könnten sein Leckerli in eine Pappschachtel diese zu machen und den Hund herausfinden lassen wie er an das Futter kommt. Mehr Ideen gibt es bei Spass-mit-Hund.de oder in dem Buch "Das große Spielebuch für Hunde".

Viel Erfolg und gute Nerven Shila
Shila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2006, 10:19   #6 (permalink)
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Hallo Shila,
ja ignorieren ist auch die Methode, die wir für richtig erachten. Tagsüber, also vor dem Spaziergang geht das auch. Da haben wir mit der Methode auch schon viel erreicht. Aber Nachts? Das Problem ist, das mein Chef leider kein Verständnis dafür hat, wenn ich morgens mit dem Kopf schlafend in der Maschine liege, weil ich die ganze Nacht den Hund ignoriert hab. Zudem sollte sie doch nach gut 2 Jahren(solange wohnen wir in unserem Haus) gemerkt haben daß Ihr a)nix passiert b) sie zwar nach dem gemiefer Aufmerksamkeit kriegt aber danach in der Box steckt. Ich verstehe nicht, daß sie nicht kapiert Nachts ruhig zu sein. Da geht es ihr doch besser.
Was soll ich da machen? Man hört es im ganzen Haus....
Und noch so ein Problem sind dann Bekannte und Nachbarn, die welche (die andern bitte nich böse sein) ihre Hunde ins Bett lassen und herum tragen, oder einfach nicht verstehen, daß man den Hund ignorieren soll.
Meine Eltern gehören dazu. Die halten uns für Hartherzig, weil wir den Hund gar nicht mehr verhätscheln, vorher haben wir das mal gemacht, war ein Fehler. Die kommen dann und halten uns für Fies ignorieren was wir sagen streicheln Emma und "Zack" 2 Wochen ignorieren für die Katz der Hund miefert wieder.
Oder die Nachbarn, man geht nichtsahnend spazieren, stolz daß der Hund seit 2 Wochen nachts nicht miefert und trifft dann um die Ecke jemand. Dann geht´s ab der Hund bellt (klar, den Nachbarn kennt sie und der Freut sich ja)und der Nachbar fährt dann sein Programm " Ei Emmachen, ei hallo, ei komm mo her" Du sagst dann "Bleib" und "sitz" der Hund hört aber der Nachbar nich. Dann hört irgendwann der Hund nichmehr. Und "Zack" wieder 2 Wochen ignorieren dahin.Mir ist dann auch klar warum, der Hund denkt wohl"siehste die anderen haben mich gestreichelt..." Wir haben inzwischen fast alle Nachbarn umerzogen (stellt Euch vor die Emma wär groß,schwarz und bissig) aber einige, wie meine Eltern lernen es nicht. Schlimm ist das unsere Nerven und der Hund es ausbaden müssen. Ich hätte nie gedacht, daß ich als Hundehalter auch die Nachbarn und meine Eltern erziehen muss.
Ich mach schon öfter einen Bogen um andere Leute, aber das funktioniert ja auch nicht ewig. Zumal das nicht die Lösung sein kann. Eigentlich sollte doch mein Hund dann meine Kommandos befolgen und sitz machen, aber wie setz ich das Durch?
Ok, Thema auslasten. Klar, Denkspiele sind gut. Ich werd mir auch mal die Seite anschauen die Du empfohlen hast. Solche Sachen, wie leckerchen unter einer Dose verstecken haben wir auch schon öfter gemacht. Sie darf auch gerne auf dem Feld "Such die Maus spielen" und ewig große Löcher buddeln. Aber gegen das Miefern hilft das nicht. Leider
TS75 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2006, 16:58   #7 (permalink)
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Aber trotzdem sollte man ihnen die gleiche Liebe geben (Kind und Hund)



Villeicht hättest du dir das früher überlegen sollen mit dem Hund.

Naja das schaffst du schon noch Shila hat dir ja geholfen(tipps gegeben)
__________________
lg.Röllchen

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rolly129 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2006, 06:48   #8 (permalink)
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Hallo

Habt ihr schonmal probiert die Box in die Wohnung zu stellen, so dass der Hund dort immer hinein kann? Viele Hunde fühlen sich in diesen Boxen sicherer und betrachten es als ihre Höhle.
Wenn sie jetzt durch das einsperren nicht freiwillig in die Box geht, den Hund in der Box mit besonderen Leckerlis füttern und die Tür offen lassen, so dass der Hund die Box als seine Rückzugsmöglichkeit ansieht. Wichtig ist dann auch den Hund in Ruhe zu lassen wenn er in der Box ist.
Zu den Spaziergängern die den Hund ständig rufen und so deine Kommandos zu nichte machen, a) stell dich zwischen deinen Hund und die Leute und sag den Leute das sie warten sollen bis DU dem Hund erlaubst zu ihnen zu gehen, b) wenn es fremde sind und du mal nicht möchtest das die Leute den Hund streicheln behaupte einfach sie hätte Flöhe oder eine ansteckende Krankheit. Wobei ich es für falsch halte einem Hund jeden Kontakt zu anderen Menschen zu verbieten.

Viele Grüße Shila
Shila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2006, 11:29   #9 (permalink)
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Hallo Shila,
ja, wir hatten die Box mal für eine Weile vor unserm Schlafzimmer. Allerdings war die Tür verschlossen. Denn das Zimmer liegt im Obergeschoss und Nachts kam dann zum Gemiefer noch das Getrappel. Sie lief nämlich Treppe rauf, Treppe runter.
Wir hatten Ihr die Box auch schonmal gemütlich ausgepolstert, auch mit Shirts von uns, wegen dem Geruch. Sie hat alles Mundgerecht zerkleinert. Danach haben wir die Box dann leer gelassen.
Wir sind inzwischen auch zur Überzeugung gekommen, daß sie mit dem Gemiefer einfach zuviel Erfolg bei uns hat. Auch wenn wir dann nur schimpfen, oder sie weg bringen. Sie hat dann ja gewonnen, wir beachten sie. Aber es fällt schwer sie zu ignorieren. Tags über werden wir es versuchen zu ignorieren. Aber Nachts? Schlaf ist wichtig, zumal wir ja auch das Baby haben.
Beim Spazieren gehen meiden wir die Leute die inaktzeptabel sind. Und werden Gestreichel strikt untersagen. Aber Nachts geht nur die Box. Und eigentlich ist da ja auch nix schlimmes dabei. Man vermenschlicht einfach zu gerne...
TS75 ist offline   Mit Zitat antworten
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